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Mundgeruch

 

Erfahrungsgemäß leiden viel mehr Mitmenschen unter Mundgeruch (auch Halitosis genannt), als nur diejenigen, die "öffentlich" darüber klagen. Die Betroffenen stossen auch bei Medizinern oft auf Unverständnis bzw. haben Schwierigkeiten, eine kompente Beratung bzw. Betreuung zu finden. Deshalb hier einige Hinweise für ein sinnvolles Vorgehen:

In ca. 70-80% der Fälle liegt die Ursache für Mundgeruch in der Mundhöhle selbst:
Aufgrund von Veränderungen der Mundflora (bakterielle Fehlbesiedelung) entstehen vermehrt "stinkende" Stoffwechselprodukte von Bakterien. Ursachen dafür können nicht nur Schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen sein, sondern auch grosse Karieslöcher, schlechte Ränder bei Füllungen oder Kronen, Mundtrockenheit, häufige Antibiotikabehandlungen u.a.

Der chronische Gebrauch von Mundwässern oder Gurgellösungen kann das Problem übrigens verschlimmbessern, da die so beanspruchten Schleimhäute leicht von schädlichen Bakterien und Pilzen überwuchert werden.

Probieren Sie statt dessen lieber öfter ein Tässchen schwarzen oder grünen Tee:
Die im Tee enthaltenen Polyphenole bewirken durch eine Enzymhemmung, dass die in der Mundflora enthaltenen Anaerobier ihrer Produktion stinkender Hydrogensulfide um 30% reduzieren. In Untersuchungen konnte zudem gezeigt werden, daß schwarzer Tee das Bakterienwachstum in der Mundhöhle aber auch in Zahnplaques vermindert und Spülen mit schwarzem Tee die Bildung von Plaques und Karies reduziert.

Erste Hilfe

Bevor aufwendige Untersuchungen unternommen werden, sollten Sie folgende Tipps für den Alltag ausprobieren:

Diagnostisches Stufenprogramm

1

Konsultieren Sie zuerst Ihren Zahnarzt. Hier sollten Füllungen, Kronen und Zahnfleisch kontrolliert werden.
In den meisten Fällen kann das Problem schon durch eine Parodontalbehandlung, eine individualprophylaktische Betreuung und eine optimierte Mundhygiene unter Einbeziehung der Zunge gelöst werden.

2

Der nächste Gang führt zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Dort werden Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen untersucht. Chronische Nasennebenhöhlenentzündungen, Fremdkörper, Schleimhauterkrankungen, Tumoren oder auch chronische Mandelentzündungen können dort ausgeschlossen bzw. behandelt werden.

3

Anschließend sollten einige Allgemeinerkrankungen ausgeschlossen werden, die gehäuft mit Mundgeruch einhergehen. Das macht in der Regel der Hausarzt (oder hat er vielleicht sogar schon gemacht): Diabetes, Nierenfunktionsstörungen, chronische Prostataentzündungen, Gallenwegs- und Lebererkrankungen lassen sich durch Blutuntersuchungen feststellen.

4

Weitere mögliche Ursachen liegen im oberen Verdauungstrakt. Schleimhauterkrankungen der Speiseröhre (Refluxösophagitis, Geschwüre), Tumore oder Ausstülpungen (Divertikel) können den Boden für das Wachstum der geruchsbildenen Bakterien bereiten. Im Magen gilt das gleiche für eine chronische Übersäuerung genauso wie für einen Mangel an Magensäure. An dieser Stelle sollte daher ein Internist oder am besten ein Spezialist für diesen Bereich, ein Gastroenterologe, zu Rate gezogen werden, der eine Spiegelung (Endoskopie) und verschiedene andere Untersuchungen durchführen kann.
Tipp: Nehmen Sie zu der ersten Konsultation Kopien der bisherigen Befunde mit (bekommen Sie mit der Überweisung bei Ihrem Hausarzt).

5

Manchmal liegt die Ursache noch weiter weg: im Darm. Bei Veränderungen der normalen Darmflora können insbesondere im Dünndarmbereich wieder die schon genannten geruchsbildenden Bakterienstämme auftreten (Overgrowth-Syndrom). Oder Störungen der Verdauungsvorgänge können zu gasbildenden Zersetzungsprozessen im Darm führen. Beispiele sind

Auch diese Probleme fallen in das Fachgebiet des Internisten/Gastroenterologen. Durch Blutanalysen, diverse Atemtests und eine Vielzahl von Untersuchungen aus der modernen Stuhldiagnostik, kann jede einzelne dieser Störungen erkannt oder ausgeschlossen werden.
Ein gewisses Problem ist oftmals, daß Mundgeruch nicht als Krankheit eingestuft wird und die teilweise aufwendigen Untersuchungen deswegen zumindest im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zunehmend abgelehnt bzw. unterlassen werden.

6

Als weitere Möglichkeit müssen letztendlich vom Lungenfacharzt krankhafte Prozesse in den tieferen Atemwegen, 
den Bronchien und den Lungen ausgeschlossen werden.

 

Was können wir für Sie tun?

Im Rahmen der oben vorgeschlagenen Stufendiagnostik übernehmen wir für unsere Patienten natürlich den allgemeinärztlichen Teil (Abschnitt 3).

Im Rahmen unseres ernährungsmedizinischen und naturheilkundlichen Schwerpunktes bieten wir darüber hinaus in Zusammenarbeit mit entsprechend spezialisierten Labors auch weitergehende Untersuchungen an. Dies vor allem für Betroffene, bei denen diese Diagnostik im internistisch/gastroenterologischen Bereich nicht durchgeführt wird.
Aufgrund der Regelungen in der gesetzlichen Krankenversicherung können wir die folgenden Untersuchungen allerdings nur bei Privatversicherten oder für Selbstzahler veranlassen.


Bei Fehlbesiedlungen der Schleimhäute, Störungen der Darmflora, Verdauungsstörungen, Vitamin- oder Spurenelementemangel, Darmträgheit, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien usw. können wir Ihnen meist auch entsprechende Behandlungskonzepte aus dem ernährungsmedizinischen oder naturheilkundlichen Bereich anbieten.

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