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Prävention - Gesundes Leben

Stress - Stressmanagement - Entspannung

 

Keine Zeit - dieser Spruch gehört zum Standardrepertoire des modernen, oft auf Monate ausgebuchten Menschen unserer Zeit. Die meisten Menschen sind permanent auf Hochtouren. Sie fühlen sich durch den Tag gehetzt und haben kaum noch Zeit für Ruhe und Muße. Ja, oft ist sogar die Freizeit restlos verplant.

Wir alle fühlen uns in irgendeiner Form gestresst. Doch was ist Stress eigentlich?

Experten definieren Stress als eine Reaktion des Körpers auf außergewöhnlich starke seelische, körperliche oder geistige Anforderungen. Man unterscheidet zwei Stressarten:

Eustress
Der Stress, der uns Impulse gibt, der uns bewegt und vorwärts bringt. Quelle für Erfolg, Vitalität und Zufriedenheit. Dieser positive Stress wird deshalb als Eustress (griech.:eu = gut) bezeichnet.

Distress
Der krankmachende Stress (griech.:dys = ungünstig, schlecht, störend), der überfordert, der auszehrt, der kein Ende nimmt.

Stress entstand früher vor allem bei Infektionen oder in besonderen Gefahrensituationen. In solchen Fällen mußte der Organismus alle verfügbaren Kräfte und Reserven mobilisieren, um mit der Situation fertig zu werden. Dieser Mechanismus ist seit tausenden von Jahren in das Erbgut einprogrammiert und sichert das Überleben, indem blitzschnell ein Höchstmaß an Kraft und Energie bereitgestellt wird.

Auf solche Alarmsignale reagiert der Körper auch heute noch gleich: es werden sofort die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol produziert und ins Blut ausgeschüttet. Immunsystem und Fortpflanzung werden dadurch kurzfristig lahm gelegt, denn es gibt jetzt wichtigere Aufgaben zu erledigen. Die Gefäße werden verengt, der Herzschlag beschleunigt, die Gerinnungsfähigkeit des Blutes nimmt zu. Schnell verfügbarer Zucker für mehr Muskelenergie schießt ins Blut, die "langsame" Fettverbrennung wird dadurch gedrosselt, die Fette sammeln sich im Blut, die Nierenfunktion wird deutlich herunterreguliert. Der ganze Körper ist jetzt auf zwei Dinge bestens vorbereitet: auf Flucht oder auf Kampf.

Für die Urzeitmenschen war das ein sinnvoller Zustand, ging es doch darum, ums Überleben zu kämpfen oder vor gefährlichen Gegnern oder Tieren davonzulaufen. Dabei wurden die abgerufenen Energien rasch verbraucht, der Organismus kam wieder ins Gleichgewicht.

Heute sieht es anders aus : Der zivilisierte Mensch runzelt bestenfalls die Stirn, stampft mit dem Fuß oder trommelt mit den Fingerspitzen auf den Schreibtisch. Das bedeutet aber: Die Muskeln bleiben angespannt, Pulsfrequenz und Blutdruck bleiben erhöht, und der Organismus wird weiterhin mit nicht benötigten Energieträgern (hauptsächlich Zucker) und Stresshormonen überschwemmt. All dies erschöpft uns, macht uns krank und läßt uns schneller altern.

Stressauslöser kann praktisch alles sein: Lärm, Schlafentzug, Frustration, Hunger, überfüllte Terminkalender, Genußgifte, Liebeskummer, berufliche Überforderung, Mobbing, Angst, Verlusterlebnisse oder Aufregung. Ob eine Situation nun zum krankmachenden Distress wird oder nicht, ist eine Frage der persönlichen Bewertung und Verarbeitung und der individuellen Ausgangssituation.

Ziehen sich Stresszustände über Wochen oder Monate hin, ohne daß sich der Organismus "abreagieren" kann, schaukeln sich die oben beschriebenen Vorgange immer weiter hoch und immer kleinere Stressoren reichen, um an die Decke zu gehen.

Das kann man messen. In der Präventionsmedizin gibt es heute die Möglichkeit, die Auswirkungen des Distress auf den Organismus abzuschätzen, indem z.B. Stresshormone und andere Parameter bestimmt werden. Denn die Schwelle, ab der Stress krank macht, liegt bei jedem Menschen anders.

Es gibt keine Patentlösung, wie man die Stressfaktoren in seinem Leben entschärft. Es gibt z.B. gute Bücher über Stressmanagement und Volkshochschulen, Krankenkassen und manche Sportstudios bieten regelmäßig Kurse zum Stressabbau, Stressmanagement oder zur Entspannung an (beispielsweise Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, Yoga, Atementspannung).
Darüber hinaus ist regelmäßig und vor allem mit Freude betriebener Sport eine gute Möglichkeit, den Alltagsstress zu kompensieren. Dabei muß man übrigens nicht Laufen als ob der berühmte Säbelzahntiger hinter einem her wäre. Moderater Ausdauersport ist ausreichend.

 

Entspannung
 Autogenes Training
 Progressive
 Muskelrelaxation