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Fieber


Ist Fieber gut oder schädlich?

Eine ganze Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen belegt, daß Fieber die Tätigkeit verschiedener Abwehrzellen steigert und die Ausschüttung von Kampfstoffen und bestimmten Botenstoffen und Hormonen fördert, die am Immungeschehen beteiligt sind. Eine naturheilkundliche Behandlung wird also, wo immer es möglich ist, die körpereigenen Abwehrmechanismen unterstützen.
In den Fällen, in denen Infekte mit niedrigen Temperaturen einhergehen, wird man versuchen, die Körpertemperatur durch äußere Anwendungen zu steigern. Dies kann durch heiße Bäder oder Fußbäder, Auflagen von Wärmflaschen oder andere Maßnahmen geschehen.
Da insbesondere sehr hohes Fieber aber auch schädliche Wirkung haben kann, sind gegebenenfalls auch fiebersenkenkende Behandlungen sinnvoll, entweder durch äußere Maßnahmen (s. a. Themen Wadenwickel, Serienwaschungen), oder auch durch die Gabe fiebersenkender Medikamente. Ob man die Temperatur senken muß, ist im Einzelfall auch stark vom Befinden des Erkrankten abhängig.

Was ist Fieber eigentlich und wie entsteht es?

Als Fieber bezeichnet man jede Erhöhung der Körpertemperatur über 38 Grad Celsius. Es entsteht, wenn im Körper mehr Wärme produziert wird, als über die Haut abgeleitet werden kann.
Die normale Körpertemperatur von ca. 36,5 bis 37,1 Grad wird im Normalfall vom Körper relativ gleichbleibend gehalten. Sie schwankt innerhalb des Tages nur um wenige zehntel Grad. Bestimmte Nervenzellen im Gehirn bzw. Zwischenhirn steuern und überwachen die Kreislauf- und Temperaturregulation.
Die Aufrechterhaltung der Normaltemperatur im Körperinneren wird durch verschiedene Mechanismen gewährleistet. Dazu gehört im wesentlichen die Wärmeabgabe über die Haut. Bei Fieber wird die Durchblutung der Haut erhöht, damit der Körper mehr Wärme nach außen abgeben kann. Einhergehend damit wird die Pumptätigkeit des Herzens beschleunigt, der Puls schlägt schneller.
Ein weiterer Mechanismus zur Absenkung der Temperatur ist das Schwitzen. Wenn der Schweiß auf der Haut verdunstet, entsteht Verdunstungskälte, die dazu dient, die Temperatur des Körpers abzusenken.
An der Entstehung von Fieber können verschiedene Faktoren beteiligt sein.
Bei Infekten kommt es durch Ausscheidungsprodukte, Bestandteile zerstörter Erreger oder Gifte (Toxine) von Bakterien zu einer Störung, beziehungsweise Stimulation des Wärmezentrums im Hirn. Diese fiebererzeugenden Substanzen werden Pyrogene, bzw. exogene Pyrogene, das heißt von außen kommende Pyrogene genannt. Verschiedene Erregertypen reizen das Wärmezentrum verschieden stark und lösen dadurch mehr oder weniger hohes Fieber aus. Das Fieber bei bakteriellen Infekten ist meist höher als das von Virusinfektionen.
Daneben gibt es auch fiebererzeugende Substanzen die vom Körper selbst erzeugt werden. Sie werden als endogene Pyrogene bezeichnet. Sie werden von körpereigenen Abwehrzellen nach Kontakt mit Erregern ausgeschüttet.
Daneben wirken auch die Bestandteile zerstörter Körperzellen fiebererzeugend. Dies kann nach Verletzungen oder Operationen, beim Zerfall von Tumorgewebe, der Zerstörung von virusbefallenen oder durch Bakteriengifte gesschädigten Zellen geschehen.

Wie wird Fieber richtig gemessen und beurteilt?

Die Temperatur kann man an verschiedenen Orten messen:

im Mund, bzw. unter der Zunge (orale oder sublinguale Messung)
(die wirkliche Körpertemperatur liegt ca. 0,4 °C über dem gemessenen Wert)

unter der Achsel (axillare Messung)
(die wirkliche Körpertemperatur liegt ca. 0,2 °C über dem gemessenen Wert)

im Darm (rektale Messung)
am Trommelfell

Die Messung im Darm ist vorzuziehen, da sie die genaueste Methode ist. Sie kommt der wirklichen Körpertemperatur am nächsten. Am bequemsten sind Ohrthermometer, die die Wärmeabstrahlung des Trommelfells messen.
Auch bei gesunden Menschen können einige Faktoren, wie starke Bewegung, das Trinken sehr heißer Getränke oder das Essen von heißen oder schweren Mahlzeiten oder zu warme Kleidung kurzfristig die Temperatur erhöhen. Außerdem gibt es einige Menschen, die auch im Normalfall schneller auf genannte Faktoren mit einem Temperaturanstieg reagieren. Generell ist die Temperatur am Vormittag, bzw. nach dem Schlaf niedriger und steigt im Laufe des Nachmittags an. Bei Frauen erhöht sich nach dem Eisprung die Temperatur um einige zehntel Grad.
Bei Kindern sind die Temperaturschwankungen z.T. noch stärker. Hier können die normalen Temperaturen von 36 Grad im Schlaf bis zu 38 Grad (rektal gemessen) am Nachmittag schwanken. Insbesondere nach Bewegung steigt bei Kindern die Temperatur schnell an. Deshalb sind mehrfache Messungen nötig.
Zur Beurteilung des Fieberverlaufes ist es sinnvoll, gleichzeitig auch den Puls zu messen. Durchschnittlich steigt der Puls um etwa 5 Schläge pro Minute pro Grad Fieber. Eine Pulskontrolle ist sinnvoll, um eine mögliche Kreislaufbelastung abzuschätzen.

Pulsfrequenz nach Alter und Geschlecht
 
Kinder
2 Jahre
120/Min.
 
4 Jahre
100/Min.
 
10 Jahre
90/Min.
 
14 Jahre
85/Min.
 
Erwachsene
Männer
60-72/Min.
 
Frauen
75/Min.
 
im Alter
80-85/Min.

 

Tips zum Einschätzen des Fieberverlaufs

Frieren bis hin zum Schüttelfrost deutet meist auf noch steigende Temperaturen hin (der Körper erzeugt durch Zittern und "Bibbern" zusätztliche Wärme.

Umgekehrt signalisieren Schwitzen und Schweißausbrüche oft, daß das Fieber nicht weiter steigt oder sogar sinkt (durch die Oberflächenverdunstung wird dem Körper Wärme entzogen.

Bei fiebernden Kindern sind auffallend kalte Hände und Füße ein zusätzlicher Hinweis auf weiter steigende Temperaturen, umgekehrt kann man bei warmen bis heißen Händen und Füßen fast immer davon ausgehen, daß das Fieber seinen Höhepunkt erreicht hat.